Druck-ABC

 

A

Altarfalz
Parallelfalz, wobei die äußeren Seiten ohne Überlappung nach innen gefalzt werden. Der Altarfalz hat sechs Seiten, ein zusätzlicher Bruch in der Bogenmitte ergibt den achtseitigen geschlossenen Altarfalz.

 

Anschnitt
Der Anschnitt ist der Bereich, der über das Seitenformat hinaus definiert wird. Man vermeidet damit weiße „Blitzer“ durch Seitenelemente, die bis an den Blattrand gedruckt werden. Elemente/Bilder, die bis zur Bogenkante reichen, müssen 2-4 mm über das Endformat ragen. Beachten Sie bitte, dass es zu Schneiddifferenzen von bis zu einem Millimeter kommen kann. Vermeiden Sie daher schmale Ränder und die Platzierung von Schrift nahe am Rand.

 

Ausschießen
Anordnen der Druckseiten zu einer Druckform unter Beachtung der Seitenreihenfolge nach dem Falzen.

 

B

Beschnitt
Produktionsbedingter Rand um das Endformat. Elemente/Bilder, die bis zur Bogenkante reichen, müssen 2-4 mm über das Endformat ragen, also in den Beschnitt. Beachten Sie bitte, dass es zu Schneiddifferenzen von bis zu einem Millimeter kommen kann. Vermeiden Sie daher schmale Ränder und die Platzierung von Schrift nahe am Rand.

 

Beschnittmarken
Dünne Hilfslinien, welche anzeigen, wo der fertige Druckbogen geschnitten werden soll. Wählen Sie beim Exportieren einer EPS-, Postscript- oder PDF-Datei das Format so groß, dass Beschnitt und Schnittmarken mit exportiert werden. Platzieren Sie Schnittmarken außerhalb des Endformates.

 

Blitzer
Unbedruckte, weiße Stellen zwischen anstoßenden Farbflächen bei Druckerzeugnissen.

 

Bohren
2-fache bzw. 4-fache Lochung eines Druckerzeugnisses.

 

Broschüre
Buchbinderisches Erzeugnis von geringem Umfang.

 

C

Chromolux
Holzfreier Bedruckstoff mit einer gussgestrichenen, extrem hochglänzenden Vorderseite und einer leicht gestrichenen Rückseite. Zur Anwendung kommt dieses Bilderdruckpapier wenn spiegelnder Glanz im Druckprodukt erzielt werden soll.

 

Chromolux-Karton
Karton mit beidseitig glänzender Oberfläche.

 

CMYK-Farbmodell
CMYK steht für Cyan (ein grünliches Blau), Magenta (ein zum Violett tendierendes Rot), Yellow (ein mittleres Gelb) und Key (Schwarz, dient nicht der Farbgebung, sondern lediglich zum Abdunkeln von Farben). Key, englisch für Schlüssel, ist der Schlüssel zum perfekten Druck. Das CMYK-Modell ist ein subtraktives Farbmodell und dient als Grundlage für den modernen Vierfarbdruck.

 

Colorpapier
Farbige Papiere.

 

D

Digitaldruck
Übertragen von digitalen Daten direkt auf eine Druckeinheit ohne Umwege (über Belichter, Filme und Druckplatten).

 

Doppel-Parallel-Falz
Alle Falze verlaufen parallel. Das Blatt wird zweimal nacheinander in der Mitte gefalzt, bis 8 Seiten entstehen.

 

Druckvorstufe
Die Druckvorstufe umfasst alle Prozesse vor dem Druck, wie zum Beispiel Datenaufbereitung, Bildbearbeitung, Layouterstellung, Filmbelichtung und Plattenbelichtung. Die Druckvorlage ist das fertige Produkt der Druckvorstufe.

 

E

Ein-Bruch-Falz
Druckprodukt mit nur einem Bruch.

 

F

Falzen
Zusammenfalten von Druckbögen zu aufeinander folgenden Seiten, die dann erst durch eine Schneidemaschine voneinander getrennt werden.

 

Falzarten
Es wird zwischen Parallelfalz, Wickelfalz, Altarfalz, Leporello-/ Zickzackfalz oder Z-Falz, Parallelmittenfalz/ V-Falz und Kreuzfalz unterschieden.

 

Falzmarken
Markierungen, beispielsweise auf einem Briefbogen. Sie dienen als Orientierungshilfe, wo der Bogen gefaltet werden muß, damit er in den Briefumschlag passt. Druckbögen haben ebenfalls Falzmarken die anzeigen, an welcher Stelle der Druckbogen gefalzt werden muss.

 

Farbigkeit
Ein Druckerzeugnis kann auf der Vorder- und Rückseite farbig bedruckt werden.
Beispiel 4/4 farbig und 4/0 farbig.
4/4 farbig: Das Druckerzeugnis ist auf der Vorder- und Rückseite 4 farbig bedruckt.
4/0 farbig: Das Druckerzeugnis ist auf der Vorderseite 4 farbig bedruckt und auf der Rückseite ohne Farbauftrag.

 

Farbkontrollstreifen
Zur Überprüfung der Mindestfarbschichtdicke an allen Stellen des Druckerzeugnisses.

 

Fensterfalz
Siehe Altarfalz

 

G

Gestrichenes Papier
Papiersorte, bei dem die Oberfläche mit einem Kreidestrich veredelt ist, die matt, halbmatt oder glänzend, ein- oder beidseitig sein kann. Das Papier bekommt dadurch eine geschlossene, glatte und stabile Oberfläche, wodurch eine hohe Detailwiedergabe und Druckqualität erreicht wird.

 

Grammatur
Ist das Flächengewicht von Papier und wird in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben. Bei einer Grammatur zwischen 150 g/m² bis 600 g/m² spricht man von Karton, über 600 g/m² von Pappe. Ein Briefbogen A4, 80 g/m² wiegt 5 g. Ein Standardbrief (bis 20 g) darf max. 3 Briefbögen enthalten.

 

Greiferrand
Fläche, die in der Druckmaschine nicht bedruckt werden kann, da die Druckmaschine den Bogen an dieser Stelle greift.

 

H

HKS
Abkürzung für ein Warenzeichen bzw. eine Marke der Druck- bzw. Künstlerfarbenhersteller Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co. Die HKS-Farbfächer beinhaltet 120 Volltonfarben (3250 Farbtöne) für Kunstdruck- und Naturpapiere, deren Sinn die vorhersagbare Wiederholbarkeit und Kommunikation bestimmter Farbnuancen ist. HKS-Farbe kann z.B. im Offsetdruck durch Verwendung einer, industriell vorgemischten oder vom Drucker angemischten, Sonderfarbe erzielt werden. In Abhängigkeit vom bedruckten Papier wird zwischen HKS K (für Kunstdruckpapier) und HKS N (für Naturpapier) unterschieden.

 

K

Karton
Bezeichnung für Papiersorten mit einer Grammatur zwischen 150 bis 600g/m². Der bedeutendste Einsatz für Kartonage ist die Verpackungstechnik.

 

Kreuzfalz
Bei dieser Falzart wird der Rohbogen so gefalzt, dass beide Falze im rechten Winkel zueinander stehen.

 

L

Lackierung
Veredelung eines Druckproduktes mit Hilfe einer farblosen Lackschicht, die glänzend, hochglänzend oder matt ist. Es wird unterschieden zwischen Schutzlackierung, UV-Lackierung und partieller UV-Lackierung.

 

Laufrichtung
Ist die vorherrschende Faserrichtung im Papier und wichtig für die Endverarbeitung des Druckerzeugnisses (Falz und Stabilität).

 

Leporello
Parallelfalzart. Siehe Zickzackfalz.

 

Leuchtfarben
Hochpigmentierte Farben mit signalhafter Wirkung (Neonfarben).

 

M

Metallicfarben
Das Erscheinungsbild einer Drucksache wirkt edler und exklusiver und erhöht die Werbewirksamkeit durch den Auftrag einer speziellen Metall-Farbe. Die metallische Oberfläche kommt besonders bei gestrichenen Papieren und Kartons zur Wirkung.

 

N

Naturpapier
Oberbegriff für alle aus Pflanzenfasern gefertigte Papiere ohne Behandlung der Oberfläche.

 

Nuten
Ist das Ausheben eines Spanes aus der Pappe, um diese entlang der Nutlinie biegen (brechen) zu können.

 

Nutzen
Angeordneten Seiten innerhalb eines Druckbogens. Nach dem Bedrucken des kompletten Bogens werden diese Nutzen in der Weiterverarbeitung aus dem Bogen ausgeschnitten und weiterverarbeitet.

 

O

Offsetdruck
Indirektes Druckverfahren, wobei die Druckfarbe über einen Gummizylinder auf das Papier übertragen wird. Man unterscheidet zwischen Bogenoffsetdruck (es wird auf Bögen gedruckt) und Rollenoffsetdruck (Papier läuft von Rollen).

 

Opazität
Ist die Lichtundurchlässigkeit von Stoffen. Eine gute Opazität von Papierprodukten wird durch die Menge von Füllstoffen zwischen den Papierfasern erreicht.

 

P

Pantone
Name der Firma, die 1963 das Pantone Matching System entwickelt hat. Es handelt sich dabei um ein erweitertes System, das Gebrauchsfarben eine einheitliche Bezeichnung und eine einheitliche Farbmischungsbeschreibung in den verschiedenen Farbräumen (RGB, CMYK) zuordnet.

 

Papiersorten
Die Sortierung von Papier erfolgt nach materialtechnischer Herkunft, Herstellung, Ausrüstungsgrad und/oder späterer Verwendungsform. Zum Beispiel: Naturpapier, Gestrichenes Papier, Colorpapier, Kartonage, Chromolux, Chromolux-Karton, Selbstdurchschreibendes Papier.

 

Parallelfalz
Alle Falze verlaufen parallel. Zu den Parallelfalzen gehören der Wickelfalz, der Altarfalz, der Leporellofalz und der Parallelmittenfalz.

 

Parallelmittenfalz/ V-Falz
Der Parallelmittenfalz ist eine Form des Parallelfalzes, bei dem ein Bogen immer in der Mitte in der gleichen Richtung gefalzt wird (V-Falz). Dies kann im Quer- wie im Hochformat geschehen. Zwei solcher Falzungen ergeben 8 Seiten, diese Form wird auch Doppelparallelfalz genannt.

 

Partielle UV-Lackierung
Geeignet für die Hervorhebung einzelner Stellen. Form und Größe der lackierten Stelle können frei gewählt werden und erzielen interessante Effekte.

 

Passkreuz
Kreuzförmige Marke, die im Vierfarbdruck auf jeder Druckform auf exakt derselben Stelle angebracht werden. Es wird gewährleistet, dass die komplette Form übereinander gedruckt wird.

 

PDF
Portable Document Format
Dateiformat für den PDF-orientierten Print-Workflow für Vorstufen- und Druckereibetriebe und für den Austausch im World Wide Web. Für die fehlerfreie Herstellung einer druckfähigen Datei wird aus einer PostScript-Datei im Distiller von Adobe Acrobat eine PDF-Datei erstellt. Die im Layout enthaltenen Schriften sind einzubetten.

 

Perforation
Möglichkeit zum durchtrennen von Papier, Karton oder Pappe mittels aneinander gereihter kleiner Löcher, bzw. Schlitze. Eine Perforation dient zum Abtrennen von z.B. Eintrittskarten.

 

R

Randabfallend
Das Bild geht bis zum Rand des Formats. Um Blitzer zu vermeiden müssen drei Millimeter Beschnitt zugegeben werden.

 

RGB-Farbraum
Ist das Standardmodell für die Darstellung additiver Farbmischung und geeignet für Bildschirmdarstellungen. Es basiert auf den drei Primärfarben Rot, Grün und Blau.

 

Rillen
Erzeugung einer linienförmigen Stoffverdrängung auf dem Druckprodukt, die auf der Gegenseite als wulstartige Erhöhung in Erscheinung tritt. Durch diesen Arbeitsvorgang wird eine Biegefähigkeit für das Material erreicht.

 

S

Schmuckfarben
Auch als Spotcolours oder Sonderfarben bezeichnet. Schmuckfarben werden als eigene Farbe gedruckt und nicht wie im Vierfarbdruck aus den Grundfarben CMYK zusammengesetzt. Zu den gebräuchlichen Schmuckfarbenpaletten zählen z.B. HKS, Pantone, Metallicfarben und Leuchtfarben.

 

Schutzlackierung
Dient zum Schutz Ihres Druckproduktes vor Schmutz und Feuchtigkeit.

 

Selbstdurchschreibendes Papier
Reaktionspapier mit Farbkapseln zur Herstellung von Durchschriften (z.B. Quittungsblock).

 

Seitenlayout
Elemente/Bilder, die bis zur Bogenkante reichen, müssen 2-5 mm über das Endformat ragen, also in den Beschnitt. Beachten Sie bitte, dass es zu Schneiddifferenzen von bis zu einem Millimeter kommen kann. Vermeiden Sie daher schmale Ränder und die Platzierung von Schrift nahe am Rand. Grundsätzlich keine Mehrfachnutzen erstellen. Wählen Sie beim Exportieren einer EPS-, Postscript- oder PDF-Datei das Format so groß, dass Beschnitt und Schnittmarken mit exportiert werden. Platzieren Sie Schnittmarken außerhalb des Endformates.

 

Stanzen
Trennverfahren zur Herstellung von Faltschachteln, Verpackungen, Etiketten. Mit Hilfe einer Stanzform wird das Material vollständig durchschnitten.

 

U

UV-Lackierung
UV-lackierte Drucke bieten sehr hohen Glanz, sind dauerhaft schmutzgeschützt sowie kratz- und scheuerfest. UV-Lackierungen eignen sich für gestrichene Papiere, die wenig saugfähig, aber gut temperaturbeständig sind.

 

Überfüllung
Zur Vermeidung von Blitzern werden bei aneinandergrenzenden Flächen die hellen Flächen etwas vergrößert.

 

Ungestrichenes Papier
Siehe Naturpapier

 

W

Wickelfalz
Parallelfalzart. Der Druckbogen wird zwei- oder mehrmalig ohne Richtungswechsel um ein Bogenteil gefalzt.

 

Z

Zickzackfalz oder Z-Falz
Der Druckbogen wird nacheinander gefalzt, wobei jeweils die Richtung des Bruches geändert wird.